
Wie ensteht eigentlich eine virale Marketing Kampagne? Diese Frage wollen wir an der Kampagne BrennDing beispielartig darstellen.
Das BrennDing ist eine Marketingkampagne des BBQ-Shop24. Die Kampagne, in Form einer Microsite, erlaubt es Internetnutzern ein Foto von sich hochzuladen bzw. einen Schnappschuss mit der Webcam zu machen und in ein gestyltes Model (männlich oder weiblich) einzufügen. Das Ergebnis ist ein eigenes “BrennDing”, das jeder Internetnutzer an seine Freunde weiterleiten kann.
Die Macher der Aktion, die Firma Holz Richter, haben uns einen Einblick in den Prozess zur Erstellung der viralen Marketing Kampagne gegeben. Hier Hr. Feldhoff im Interview:
Was ist die Idee?
T. Feldhoff: “Die Idee zu dieser Kampagne entstand während der Planung für den Dreh von Produktvideos für den BBQ-Shop24. Da hatte ein Mitarbeiter den Einfall die bereits gebuchte Location auch für die Umsetzung einer Viralkampagne zu nutzen. Doch sollte es kein Video sein, wie es normalerweise für eine solche Kampagne der Fall ist, sondern eine personalisierte Initiative, bei der die Nutzer die Möglichkeit haben der Aktion ihren eigenen Stempel aufzudrücken. So kam man auf die Idee eines lustigen Bildes, in das man sein eigenes Gesicht einbinden kann. Doch es sollte kein alltägliches Bild sein. Außerdem sollte es natürlich etwas mit dem Thema Barbecue zu tun haben. So kam man auf die Idee einer Branding-Aktion, die man aus Gag BrennDing nannte. Für das Fotoshooting organisierte das BBQ-Shop24-Team zwei Models, ein männliches und ein weibliches, die für das Motiv posen sollten. Das Originelle an dem Bild ist, dass die Person das Branding direkt auf den blanken Hintern bekommt.”
Wie wurde die Idee umgesetzt?
T. Feldhoff: “Nachdem das Konzept ausgereift und das Fotoshooting erfolgreich abgehalten war, wurde zusammen mit einer Agentur eine Flash-Applikation entwickelt, die die neuesten Möglichkeiten der Kontrast- und Farbanpassung bietet. Bei der Entwicklung des Programms wurde großer Wert auf eine einfache Bedienbarkeit gelegt. Jeder Nutzer hat nach Fertigstellung die Auswahl sein fertiges Bild per E-Mail an Freunde zu senden, via Facebook oder Twitter zu veröffentlichen oder den Link zum Bild zu kopieren. Außerdem kann man das hochauflösende Motiv als Datei auf dem Computer speichern. So erleichtert man den Nutzern ein weiteres Verbreiten der Kampagne.
Wie wurde die Kampagne lanciert?
T. Feldhoff: “Als die Aktion Anfang Juli zum ersten Mal online ging, waren die Redakteure gefragt. Denn von alleine kann keine Viralkampagne erfolgreich sein. Durch Pressemitteilungen, Mitteilung über Fanpages bei Facebook und Veröffentlichungen bei Twitter, Blogeintragungen usw. pushten sie die Kampagne, um ein Gelingen der Aktion möglich zu machen. Das Konzept beim sogenannten Seeding ist einfach: Je mehr desto besser. Natürlich bringt ein Bericht in einem Landesweit bekannten Presseportal mehr, als ein Beitrag in einem kleinen privaten Blog, jedoch darf man das Potential der weiten Verbreitung nicht unterschätzen. So erhöht man in jedem Fall die Wahrscheinlichkeit, von Interessenten gefunden zu werden. Weiterhin kann man bei einer viralen Marketingkampagne erst dann von Erfolg sprechen, wenn die Aktion sich wie ein Virus (viral) verbreitet. Dies erkennt man an einem exponentiellen Anstieg der Teilnehmerkurve.”
Fazit
Die nächsten Wochen und Monate werden zeigen, wie sich die Kampagne “virales Marketing mit BrennDing” entwickelt und welche Maßnahmen notwendig sind, um die Kampagne zu einem echten (viralen) Erfolg werden zu lassen. Folgende Fragen werden sich die Macher der Aktion stellen müssen, um den Erfolg der Kampagne zu messen.
- Was bedeutet eigentlich viral? 50 Teilnehmer, 100 Teilnehmer, 1000 Teilnehmer?
- Was funktioniert denn besser zum Seeding, Facebook, Twitter, Blogs oder klassische Foren?
- Wie muss ich seeden? Nur in gezielten Foren oder einfach über wo es geht?
- Wieviel Mehrwert habe ich generiert im Vergleich zu dem Aufwand den ich in die Aktion gesteckt habe?
Wir sind gespannt zu hören wie sich die Kampagne entwickelt. Wer selber mitmachen möchte, hier geht es zur Aktion.
