Social Media ist Fakt. Wieviel Fakt zeigt dieser Clip (Achtung, etwas sehr “heroische” Musik…) bzw. auch die andauernden Spekulationen zum Börsengang von Facebook. Auch wenn man hier vielleicht privat nicht mitmachen will, ist aus unternehmerischer Sicht Pragmatismus geboten. Man geht dorthin, wo der Kunde ist. Das ist beim Thema Social Media gerade für kleine und mittlere Unternehmen oft nicht so einfach. Hier bei Halalati treffen wir immer wieder auf die ähnliche Fragen bzw. Probleme.

Wie fange ich an?

Sobald Sie sich sicher sind bzw. die begründete Vermutung haben, dass eine gewisse Anzahl von Kunden Ihres Unternehmens sich im sozialen Web tummelt, sollte die Entscheidung für Social Media getroffen sein.

Sehr vereinfacht ausgedrückt, gibt es momentan eine überschaubare Anzahl an “sozialen” Kanälen, wo wirklich was passiert: Twitter, Facebook, und mobile Apps (wobei letztere eigentlich eine eigene Kategorie für sich sind). Gehen wir von einer durchschnittlichen Firma bzw. Organisation aus, also z.B. einem Busreiseveranstalter, der Fahrschule von nebenan, einem Internetservice, oder auch einer Kirchengemeinde, ist Twitter vielleicht nicht das, wo die Masse an Klientel regelmäßig zu treffen wäre, und mobile Apps sind speziell. Bleibt also Facebook als Kommunikationskanal.

Wieviel Aufwand ist das denn so?

Generell, und das ist ein recht nachhaltiger Trend, ist alles rund um Social Media als Mitmach-Web, und damit für jeden zugänglich und handhabbar gestaltet. Will heißen, mit ein bisschen Zeit und gutem Willen (und vielleicht der eh angestellten guten Fee des Unternehmens) ist hier viel im Selbst-mach-Modus möglich. Es braucht keine teuren Service-Anbieter.

Aus unserer Erfahrung gibt es zwei Stufen des Herangehens:

  1. Für den Zögerer:
    Schalten Sie doch erstmal Werbung, um zu sehen, ob und worauf Ihre mögliche Zielgruppe anspricht. Heißt gezielt Facebook Ads aufschalten und tracken, ob und inwiefern dadurch mehr Traffic auf ihre Website kommt. Wenn Sie ein wenig spielerisch veranlagt sind, probieren Sie mal verschiedene Anzeigevarianten aus, um zu sehen, was wie funktioniert.
    Vorteil: Facebook Werbung ist relativ schnell und einfach aufgesetzt, auch ohne eigene Facebook Seite und entsprechenden Unterhaltungsaufwand.
    Kosten: Eigene Zeit, Werbegrafik erstellen, Facebook Ad –> also insgesamt sehr überschau- und planbar
  2. Für die anderen:
    Sie sind über die Testphase schon hinaus, oder es gibt andere gute Gründe, gleich mit einer richtigen Präsenz bei Facebook einzusteigen? Gut. Je früher desto besser, weil eine ordentliche Fanpage auch eine Frage der Zeit ist. Eine Fanpage ist quasi eine Unternehmens-Website, nur eben auf Facebook und im allgemeinen wird erwartet, dass Sie diese etwas regelmäßiger mit Inhalten pflegen als Ihre normale Homepage.Um eine eigene Fanpage einzurichten, brauchen Sie nur einen eigenen Facebook Account und ansonsten führt Facebook Sie durch den Set-up Prozess, der nicht schwieriger ist, als ein Online-Formular auszufüllen. Schauen Sie sich auch einfach Beispiele von anderen Fanpages an (suchen Sie bei Facebook mal nach großen Brands) und ahmen Sie nach, was Ihnen gefällt. Das ist völlig legitim. Und wenn Sie Profi-Tipps suchen, empfehlen wir gerne auch den immer informativen Blog allfacebook.de, der Sie zu allem Wichtigen rund um Fanpage-Administration auf dem Laufenden hält.

    Vorteil: Innerhalb von Minuten erstellen Sie so einen eigenen Kommunikationskanal (welcher in manchen Fällen sogar die eigene Homepage ersetzt oder mittelfristig ersetzen wird), über den Sie direkt mit Ihren Fans (potentielle, gelegentliche, oder regelmäßige Kunden und sonstige Freunde des Unternehmens)  kommunizieren. Die Kommunikation erfolgt direkt. Ihre News und Postings werden automatisch im News-Stream Ihrer Fans angezeigt und somit zu ihren Fans gepusht, ohne dass diese extra Ihre Website besuchen müssten. Quasi wie ein Newsletter, nur nicht so umfangreich, und nicht per Email.

    Kosten
    : Ihre Zeit –> einmalig beim Set-up der Fanpage, und fortlaufend, wenn Sie dort Nachrichten posten oder auf Anfragen und Kommentare Ihrer Fans antworten

Gut, und wie komm ich jetzt zu den Fans?

Nicht lachen, aber am Anfang (also nachdem Sie Ihre ganzen Freunde, Verwandten und Bekannten eingeladen haben) ist es in keinster Weise anrüchig, sich seine Fans zu kaufen–z.B. über Facebook Werbeanzeigen (Google Ads sind auch OK). Diese Werbeanzeigen können Sie bei Facebook auf bestimmte Zielgruppen abstimmen. Also sagen wir, Sie sind ein Busreiseveranstalter im Osten Deutschlands, dann schalten Sie z.B. Werbung für Leute, die in Dtl. wohnen und gerne reisen. Diese Werbung sollte natürlich zu Ihrer Facebook Fanpage verlinken, und ihre Besucher sollten dort entweder durch interessante Informationen oder Aktionen schnell erkennen, dass es sich lohnt, bei Ihnen Fan zu werden.

Werbung ist deshalb sinnvoll, da Sie somit schnell auf eine kritische Masse an Fans kommen, ab der echte Interaktion und auch potentielle Multiplikator-Wirkungen entstehen. Das fängt irgendwo bei 70-100 Fans an. Besser sind natürlich ein paar hundert Fans, aber als lokaler Shop ist man meist schon über die ersten 100 froh (daher auch der Blog-Titel). Ab besagter Schallgrenze ist das Wachstum meistens auch etwas leichter, da bei mehr Fans auch mehr Kontakte Ihrer Fans potentiell auf Ihre Fanpage aufmerksam werden.

Kosten: Die ersten 20 Fans kriegt man meistens über den erweiterten Freundeskreis, die restlichen 80 (wenn man mal die o.g. Zielgrösse von 100 zugrunde legt) kosten dann pro Fan so im Schnitt einen Euro, was in aller Regel durch den durchschnittlichen “Wert” eines Fans wieder gutgemacht wird.

Was mache ich mit den Fans?

Konversation und regelmäßige Aktion sind der Schlüssel zum Erfolg im sozialen Web. Dabei ist es zu einem gewissen Anteil Masse, zu größerem aber Klasse. Will heißen, es ist OK, wenn Sie nicht jeden Tag bei Facebook etwas posten. Einmal die Woche, oder auch alle zwei Wochen reicht. Und wenn es nicht anders geht, und sie dafür aber Interessantes bringen, tut es ggf. auch einmal im Monat. Was ist interessant? Nun, das fängt bei rein informatorischen Dingen an. Denken wir zurück an das Busreiseunternehmen. Vielleicht wollen Sie mit Ihren Fans neue gesetzliche Richtlinien teilen, die Fernreisen mit dem Bus betreffen, oder es gab ausgefallene Erlebnisse auf einer Ihrer Touren, oder sie gestalten eine Umfrage (mit Facebook Questions einfach zu erstellen) unter Ihren Fans, was denn deren Lieblingsreiseziele sind. Wichtig ist, dass die Inhalte original und relevant für Ihre Unternehmen und die Interaktion mit Ihren Kunden sind.

Etwas mehr und gewichtigere Anreize (und das muss man wieder pragmatisch sehen — denn natürlich bin ich Fan, weil ich entweder einfach eine Sache oder eine Marke so cool finde, oder weil ich echte Vorteile als Kunde ziehe) wären z.B. Gutscheinaktionen  oder Verlosungen für Kunden. Für den Anfang und bei Unternehmen mit wenig Ressourcen reicht das sicherlich so alle halbe Jahre.

Kosten: Bei einfachen Interaktionen und Informationsaustausch nur Ihre Zeit. Bei Verlosungen und anderen interaktiven Gewinnspielen Ihre Zeit und zusätzliche “programmier- und administrative” Kosten. Da derartige Marketing-Aktionen über sogenannte Facebook Apps laufen müssen, müssen Sie selbige entweder selber programmieren, oder programmieren lassen. Oder Sie können natürlich auch den Halalati Baukasten nutzen. Dabei fangen einzelne Aktionen bei 159 EUR an. Also durchaus im Bereich des “mal ausprobieren”.

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Sie sind an weiteren und deaillierteren Informationen zum Thema Social Media & Facebook Marketing bzw. zu konkreten Beispielen im Bereich Facebook Marketing interessiert? Besuchen Sie doch eines der Halalati Webinare!